Du hast einen hilfreichen Artikel geschrieben und möchtest darin auf ein passendes Produkt oder einen Dienst verweisen. Ein normaler Link führt zur Zielseite. Ein Affiliate-Link kann zusätzlich dafür sorgen, dass der Anbieter eine vergütungsfähige Empfehlung deinem Partnerkonto zuordnet. Dafür brauchst du jedoch einen echten Partnerzugang – eine selbst erfundene Kennung am Ende der URL genügt nicht.
Diese Anleitung führt dich von der Programmauswahl bis zum Funktionstest. Das Ziel ist ein verständlich gekennzeichneter Link, dessen Herkunft und Einbau du prüfen kannst. Ob daraus später eine Provision entsteht, ist eine eigene Frage.
Was ist ein Affiliate-Link?
Ein Affiliate-Link ist ein vom Partnerprogramm oder Netzwerk bereitgestellter beziehungsweise dort erzeugter Verweis. Er enthält Informationen zur Zuordnung einer Empfehlung. Das können sichtbare Parameter sein, aber auch eine vom Anbieter verwaltete Weiterleitung. Nicht jeder lange Link ist deshalb ein Affiliate-Link und nicht jeder Affiliate-Link sieht gleich aus.
Wichtig ist die vereinbarte Vergütungsart. Manche Programme vergüten einen anerkannten Kauf, andere einen qualifizierten Antrag oder eine andere definierte Handlung. Ein Klick ist nicht automatisch bezahlt. Auch eine im Konto angezeigte Vormerkung kann noch von Prüfung, Storno- oder Rückgaberegeln abhängen.
Wähle zuerst ein passendes Partnerprogramm
Beginne bei der Frage deiner Leser, nicht bei der höchsten beworbenen Provision. Wer nach einem geeigneten Netzwerkkabel sucht, braucht einen passenden Kabelvergleich – keinen beliebigen Vertrag, nur weil er besser vergütet wird.
Prüfe auf der offiziellen Programmseite: Welche Websites und Werbekanäle sind zulässig? Welche Handlung wird vergütet? Welche Bedingungen gelten für Freischaltung, Stornierungen und Auszahlung? Gibt es Vorgaben für Marken, Bilder oder Linkverkürzer? Halte die Antworten und den Prüfzeitpunkt fest. Regeln können sich ändern.
Melde dich an und warte die Freigabe ab
Registriere deine tatsächliche Website oder den vorgesehenen Kanal. Gib die verlangten Betreiber- und Zahlungsangaben nur über den offiziellen Zugang ein. Die Einrichtung und Freischaltung unterscheiden sich je nach Programm.
Ein konkretes Beispiel ist das CHECK24-Partnerprogramm: Seine Qualitätsrichtlinien nennen eine manuelle Prüfung von Adresse, Telefonnummer, Website und Gewerbenachweis. Diese Anforderungen gelten für dieses Programm; sie sind keine allgemeine Checkliste für jeden Anbieter.
Erzeuge den Link im Partnerkonto
Öffne nach der Freischaltung die Link- oder Werbemittelfunktion des Anbieters. Wähle das gewünschte Produkt, die passende Kategorie oder einen erlaubten Zielpfad. Ein sogenannter Deeplink führt direkt zu einer bestimmten Unterseite statt nur zur Startseite.
Kopiere den vollständig erzeugten Link. Übernimm keine fremde Partner-ID aus einem Beispielartikel. Entferne keine Parameter, nur weil die Adresse dadurch kürzer aussieht. Wenn du mehrere Platzierungen auseinanderhalten möchtest, nutze eine vom Programm unterstützte Kampagnen- oder Sub-ID. Trage dort keine Namen, E-Mail-Adressen oder andere personenbezogene Daten deiner Besucher ein.
Fehlt die gewünschte Linkfunktion, prüfe die offizielle Hilfe oder frage den Support. Menübezeichnungen und erlaubte Ziele unterscheiden sich; eine Anleitung für ein anderes Netzwerk lässt sich nicht ungeprüft übertragen.
Baue den Link mit verständlicher Kennzeichnung ein
Der Linktext sollte beschreiben, was auf der Zielseite folgt, zum Beispiel „Modell X beim Händler ansehen“ oder „Zum Partnerprogramm“. Vermeide Aussagen wie „garantiert günstigster Preis“, wenn du sie nicht aktuell belegen kannst.
Stelle den kommerziellen Zusammenhang unmittelbar verständlich dar. Eine mögliche Formulierung lautet: „Werbung / Affiliate-Link: Wenn darüber eine vergütungsfähige Vermittlung zustande kommt, können wir eine Provision erhalten.“ Passe den Hinweis an das tatsächliche Modell an. Behaupte nicht pauschal, dass jeder Klick bezahlt wird oder dass Preise immer unverändert bleiben.
Für den technischen Einbau empfiehlt Google bei Werbung und bezahlten Verweisen rel="sponsored". Das folgende HTML ist nur eine Vorlage; example.com ist hier ein Platzhalter und kein nutzbarer Partnerlink:
<a href="https://example.com/dein-partnerlink" rel="sponsored">Zum Angebot – Werbung / Affiliate-Link</a>
Ersetze die Platzhalteradresse durch deinen unveränderten Anbieterlink und passe den Linktext an. In einem visuellen Editor verwendest du dafür den Linkdialog und, falls vorhanden, die Affiliate-Kennzeichnung. Kontrolliere danach die gerenderte Ausgabe: Die sichtbare Kennzeichnung und das technische Attribut erfüllen unterschiedliche Aufgaben.
Prüfe die Zielseite – ohne künstliche Abschlüsse
Speichere die Seite zunächst als Entwurf und öffne die Vorschau. Prüfe den Link an seiner tatsächlichen Position im Text und auf einem schmalen Bildschirm. Ist er erkennbar, verständlich beschriftet und führt er zum richtigen Angebot?
Vergleiche den gespeicherten Link mit der Adresse aus deinem Partnerkonto. Weiterleitungen können Parameter unterwegs verarbeiten; dass eine Kennung in der endgültigen Browseradresse fehlt, beweist deshalb allein keinen Fehler. Umgekehrt belegt eine sichtbare Kennung noch keine funktionierende Zuordnung.
Nutze für weitergehende Prüfungen die Linkprüfung oder Dokumentation des Anbieters. Ein erfolgreicher Seitenaufruf zeigt nur Erreichbarkeit. Er beweist weder Tracking noch eine spätere Auszahlung. Löse keine fingierten Käufe oder Registrierungen aus, um eine Provision zu „testen“. Eigenbestellungen sind nicht in jedem Programm erlaubt.
Beachte Datenschutz und Einbindungen
Ein einfacher ausgehender Link ist technisch etwas anderes als ein eingebetteter Vergleichsrechner, ein Werbeskript oder ein Tracking-Pixel. Bei eingebetteten Komponenten können schon beim Laden deiner Seite Verbindungen zu Dritten entstehen.
Prüfe deshalb vor der Einbindung, welche Daten tatsächlich übertragen werden und welche Informations- oder Einwilligungsanforderungen dafür gelten. Eine Werbekennzeichnung ersetzt diese Prüfung nicht. Übernimm nicht automatisch jedes zusätzliche Skript, nur weil es neben dem Link angeboten wird.
Halte deine Links überschaubar
Für den Start reicht eine kleine Liste mit Artikeladresse, Partnerprogramm, Zielseite, Platzierung und letztem Prüfdatum. Prüfe erneut, wenn ein Produkt entfällt, sich die Zielseite ändert oder der Anbieter neue Bedingungen meldet.
Trenne bei der Auswertung drei Ebenen: Die Seite wurde aufgerufen, eine Vermittlung wurde erfasst, eine Provision wurde bestätigt beziehungsweise ausgezahlt. Nur so erkennst du, ob ein Link technisch funktioniert und wirtschaftlich etwas beiträgt. Ein hilfreicher Artikel bleibt die Grundlage – der Affiliate-Link ist sein sinnvoller nächster Schritt, nicht sein Ersatz.
Passt CHECK24 zu deiner Website?
Prüfe Voraussetzungen und Konditionen direkt beim Partnerprogramm.
Zum CHECK24-PartnerprogrammWerbung · Unser Partnerlink. Wir können an qualifizierten Vermittlungen geworbener Partner verdienen. Klick oder Anmeldung allein werden nicht vergütet.
Quellen & Einordnung
- CHECK24: Qualitätsrichtlinien und manuelle Freischaltung
- Google Search Central: ausgehende Links kennzeichnen
Redaktioneller Ratgeber. Kein eigener Produkttest.
