Ein Monatsabo kostet auch in einer ruhigen Woche Geld. Eine Provision wächst dagegen mit den Buchungen. Welche Variante günstiger ist, hängt nicht vom Werbesatz allein ab, sondern davon, worauf Gebühren erhoben werden und welche Leistungen du tatsächlich brauchst.
Vergleiche zuerst dieselbe Leistung
Eine eigene Terminsoftware und ein Kundenmarktplatz erfüllen nicht zwangsläufig dieselbe Aufgabe. Ein Marktplatz kann neue Nachfrage vermitteln; eine Buchungsseite organisiert zunächst vorhandene Nachfrage. Vergleiche daher neben dem Preis auch Kundenzugang, Mitarbeiterzahl, Räume, Erinnerungen, Datenexport, Vertragslaufzeit und Unterstützung bei der Einrichtung.
Prüfe bei einer Provision, ob sie nur für vermittelte Neukunden, für jede Buchung oder auch für Folgetermine gilt. Kläre außerdem die Behandlung von Absagen, Erstattungen und Umsatzsteuer. Zahlungsabwicklungsgebühren sind ein eigener Posten und nicht automatisch Bestandteil der Buchungsgebühr.
Ein bewusst vereinfachter Vergleich
Hypothetisches Beispiel, kein Wettbewerbertarif: Eine Software kostet 39 Euro netto monatlich. Eine andere verlangt ohne Grundgebühr 3 Prozent des gebührenpflichtigen Nettobuchungsumsatzes. Bei 1.000 Euro Umsatz sind das 30 Euro, bei 2.000 Euro 60 Euro. Rein rechnerisch sind die Kosten bei 39 ÷ 0,03 = 1.300 Euro gleich hoch.
Die Schwelle gilt nur unter diesen Annahmen: identischer Funktionsumfang, keine Mindestgebühr, keine weiteren Kosten und dieselbe Gebührenbasis. Hat das Provisionsmodell zusätzlich 10 Euro Grundgebühr, lautet die Rechnung (39 − 10) ÷ 0,03 und ergibt rund 966,67 Euro. Schon eine Zusatzgebühr verändert den Vergleich deutlich.
Welche Kosten du noch aufnehmen solltest
- Einrichtung, Import und Schulung: einmalig oder wiederkehrend?
- Zusätzliche Mitarbeiter, Standorte oder benötigte Ressourcen.
- Nachrichtenkontingente und Kosten je weiterem Versand.
- Zahlungen, Erstattungen und gegebenenfalls Hardware.
- Bindung, Kündigung, Export und Aufwand bei einem Wechsel.
Verteile einmalige Einrichtungskosten nur dann auf Monate, wenn du den betrachteten Zeitraum ausdrücklich nennst. Ein günstiger Monatswert über drei Jahre kann einen teuren Einstieg verdecken. Umgekehrt ist eine einmalige Einrichtung keine dauerhafte Monatsgebühr.
VTech Booking in dieser Rechnung
VTech Booking nennt für Solo 19 Euro netto monatlich für eine Person und für Team 39 Euro netto monatlich für bis zu drei Mitarbeiter. Größere Teams sind auf Anfrage möglich; eine bei Bedarf notwendige Einrichtung wird separat vorab vereinbart. Prüfe den aktuellen Angebotsumfang auf der Produktseite. Diese Preise sind keine Zusage, dass ein Studiobetrieb damit automatisch profitabler wird.
Rechne mit drei eigenen Szenarien: einem ruhigen Monat, deinem üblichen Monat und einer starken Saison. Entscheide erst danach, ob der Preisunterschied oder ein benötigtes Merkmal ausschlaggebend ist. Ein Tabellenblatt genügt für diesen Vergleich; ein eigener interaktiver Rechner wird hier nicht vorausgesetzt.
Die Rechenbeispiele sind eigene Modellrechnungen mit frei gewählten Annahmen, keine erhobenen Studiowerte oder nachgewiesenen Einsparungen.
Produkt- und Quellenstand: 31. Oktober 2026. Den aktuellen Angebotsumfang findest du auf der verlinkten Produktseite.
Arbeitsmittel für deinen nächsten Schritt
Abo und Provision mit deinen eigenen Zahlen vergleichen. Ausfüllbar im Browser, als CSV bearbeitbar und druckbar. Eingaben werden nicht an uns übertragen oder dauerhaft gespeichert.
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