Dein Studio ist acht Stunden geöffnet. Trotzdem passen keine acht einstündigen Behandlungen in den Tag: Vorbereitung, Reinigung, Pausen und Verwaltung brauchen ebenfalls Zeit. Eine brauchbare Auslastungszahl beginnt deshalb beim Nenner. Wer jede Öffnungsstunde als verkaufbare Stunde zählt, plant einen Arbeitstag, der nur auf dem Papier funktioniert.
Lege zuerst fest, was du messen willst
Für die Terminplanung ist die verfügbare Behandlungskapazität entscheidend. Notiere je Mitarbeiter die tatsächlichen Anwesenheitszeiten und ziehe Pausen, feste Verwaltungszeiten sowie andere nicht buchbare Blöcke ab. Prüfe anschließend, ob ein geeigneter Raum verfügbar ist. Zwei freie Mitarbeiter ergeben keine zwei parallelen Behandlungen, wenn beide denselben einzigen Raum benötigen.
Trenne Behandlungszeit und reservierte Kalenderzeit: Bei 60 Minuten Behandlung und 15 Minuten Nachbereitung blockiert ein Termin 75 Minuten. Für die Kalenderauslastung zählen diese 75 Minuten; für eine Auswertung verkaufter Behandlungsstunden nur die 60. Beide Kennzahlen können sinnvoll sein, dürfen aber nicht vermischt werden.
Eine Rechnung mit klarer Bezugsgröße
Beispiel, keine Betriebskennzahl: Von 40 Wochenstunden bleiben nach Pausen, Verwaltung und festen Sperren 30 Stunden planbare Terminkapazität. Reservierte Termine einschließlich ihrer Puffer belegen 24 Stunden. Die Kalenderauslastung beträgt 24 ÷ 30 × 100 = 80 Prozent. Davon können beispielsweise nur 20 Stunden reine Behandlungszeit sein.
Die sechs übrigen Stunden sind nicht automatisch sechs zusätzlich verkaufbare Stunden. Drei Lücken von je 20 Minuten passen nicht zu einer Behandlung mit 60 Minuten Dauer und 15 Minuten Puffer. Werte deshalb neben der Gesamtzeit auch zusammenhängende freie Zeitfenster aus.
So prüfst du eine typische Woche
- Wähle eine abgeschlossene, möglichst normale Woche ohne Urlaub oder Sonderaktion.
- Erfasse je Mitarbeiter und Raum verfügbare Zeiten, Sperren und belegte Termine.
- Rechne Behandlungsminuten und Puffer getrennt zusammen.
- Prüfe jede größere Lücke gegen tatsächlich angebotene Leistungen.
- Vergleiche das Ergebnis mit einer weiteren Woche, bevor du Öffnungszeiten änderst.
Was du daraus für deinen Kalender ableitest
Viele kurze Restfenster sprechen eher für ein Problem mit Terminlagen oder Leistungsdauern als für fehlende Nachfrage. Große freie Blöcke zu bestimmten Zeiten können dagegen Anlass sein, Verfügbarkeit und Kundenwünsche abzugleichen. Eine dauerhafte Zielvorgabe von 100 Prozent lässt keine Reserve für Verzögerungen oder Unvorhergesehenes.
VTech Booking berücksichtigt hinterlegte Verfügbarkeiten, Behandlungsdauern und Puffer bei der Terminvergabe. Die lückenfreundliche Slotregel kann Angebote an passende Anschlusszeiten binden; sie erzeugt keine Nachfrage. Die Rechnung hier kannst du mit deinem Kalender oder einer Tabelle durchführen, ein automatischer Auslastungsrechner wird nicht vorausgesetzt. Mehr zur Zeitbasis erklärt der Beitrag über Pufferzeiten im Kosmetikstudio.
Die Rechenbeispiele sind eigene Modellrechnungen mit frei gewählten Annahmen, keine erhobenen Studiowerte oder nachgewiesenen Einsparungen.
Produkt- und Quellenstand: 31. Oktober 2026. Den aktuellen Angebotsumfang findest du auf der verlinkten Produktseite.
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