Ein Passwortmanager hilft dir, für unterschiedliche Konten eigene Passwörter zu verwenden. Er nimmt dir die Merk- und Sortierarbeit ab. Den Zugang zum Passwortmanager selbst und die Wiederherstellung solltest du besonders sorgfältig einrichten.
Wähle nach deinem Alltag
Notiere, auf welchen Geräten und in welchen Browsern du dich anmeldest. Prüfe dann, ob ein Kandidat diese Kombination unterstützt, weiterhin Sicherheitsupdates erhält und einen verständlichen Wiederherstellungsweg dokumentiert. Auch der Export deiner Daten ist wichtig, falls du später wechseln möchtest.
Entscheide bewusst zwischen einer lokal verwalteten Sammlung und einer Lösung mit Synchronisation. Bei einer lokalen Datei musst du Sicherung und Verfügbarkeit selbst organisieren. Bei einer synchronisierten Lösung solltest du verstehen, wie Geräte hinzugefügt werden und wie der Anbieter den Zugang schützt. Für die Auswahl genügt kein pauschales „Cloud ist sicherer“ oder „lokal ist sicherer“.
Schütze den Schlüssel zu deiner Sammlung
Wenn dein Passwortmanager ein Masterpasswort verwendet, wähle dafür ein langes, einzigartiges Passwort oder eine geeignete Passphrase. Übernimm es nicht von einem bestehenden Konto. Ein Passwort, das du schon an anderer Stelle benutzt hast, ist für diese zentrale Rolle ungeeignet.
Richte einen zusätzlichen Anmeldefaktor ein, sofern die Lösung ihn anbietet. Lies dabei die Hinweise zu Wiederherstellung und neuen Geräten. Welche Kombination vorgesehen ist, unterscheidet sich zwischen den Produkten; der Artikel setzt deshalb keinen bestimmten Menüpunkt voraus.
Stelle zuerst wenige Konten um
Beginne mit einem Konto, dessen Zugang du problemlos überprüfen kannst. Lass ein neues, eigenes Passwort erzeugen, ändere es beim jeweiligen Dienst und speichere den Eintrag. Kontrolliere dabei die richtige Internetadresse und den Benutzernamen.
Prüfe anschließend eine erneute Anmeldung, bevor du alte Zugangsinformationen verwirfst. Nutze dafür nach Möglichkeit eine getrennte Sitzung. Arbeite dich dann zu besonders wichtigen Konten vor, beispielsweise deinem E-Mail-Konto. Darüber werden häufig andere Zugänge wiederhergestellt.
Denke den zweiten Faktor separat mit
Eine zusätzliche Bestätigung kann einen Zugang besser schützen als ein Passwort allein. Prüfe, welche Verfahren dein Dienst unterstützt und welche davon zu deinem Alltag passen. Notiere für dich, was passiert, wenn dein Telefon verloren geht oder eine Authenticator-App nicht mehr verfügbar ist.
Ob du zeitbasierte Einmalcodes im gleichen Passwortmanager oder getrennt verwaltest, ist eine Abwägung zwischen Bequemlichkeit und Trennung. Liegt beides im selben entsperrten Tresor, schützt diese Trennung nicht vor dessen vollständiger Übernahme. Sie kann trotzdem gegen ein allein gestohlenes Kontopasswort helfen. Für besonders wichtige Konten lohnt sich eine bewusst getrennte Lösung.
Vermeide einen verschlossenen Notfallplan
Bewahre Wiederherstellungscodes und die vorgesehenen Notfallinformationen geschützt auf. Die einzige Kopie darf nicht ausschließlich in dem Tresor liegen, den du damit erst wieder öffnen müsstest. Teile diese Informationen nicht in normalen E-Mails oder Chats.
Passwortexporte können unverschlüsselte Geheimnisse enthalten. Erstelle einen Export nur bewusst, prüfe sein Format und speichere ihn geschützt. Ein Ordner voller Zugangsdaten auf dem Desktop ist kein sinnvoller Notfallplan.
Bevor du alles umstellstDu kannst dich mit einem gespeicherten Eintrag anmelden, den Tresor sperren und erneut öffnen und den dokumentierten Wiederherstellungsweg erklären. Erst dann überträgst du weitere Konten.
Wie du auch die Sicherung deiner lokalen Daten überprüfst, zeigt der Ratgeber zur Datensicherung.
Quellen & Einordnung
Redaktioneller Ratgeber. Kein eigener Produkttest.